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Pfefferminze - Mentha x piperita

Mehrere Pfefferminzpflanzen auf einer Wiese im Sonnenlicht

Beim Verfassen dieser Zeilen sitze ich in der balancerie und bin dankbar, dass es hier angenehm kühl ist. Draußen hat es 30 Grad und die Stadt heizt sich als „Steinwüste“ zunehmend auf. Durch die Hitze und daraus resultierenden Kreislaufbelastungen suchen die Menschen Abkühlung. Und ich denke logischerweise an die Pfefferminze, die wunderbar Kühlung verschafft.

 

Die Pfefferminze gehört zu den sogenannten aromatischen Heilpflanzen und ist vor allem als Tee bekannt. Sie gehört in Mitteleuropa neben Schwarz- und Früchtetee zur Standardausstattung eines Gastronomiebetriebes und ist allseits bekannt. Aber die Pfefferminze kann weit mehr als nur gut schmecken. Der Pfefferminztee wird gerne bei Magen-Darm-Beschwerden angewendet, wirkt krampflösend, blähungstreibend und regt die Gallenblase an. Er sorgt dafür, dass sich der Magen schneller entleert und hilft gegen Übelkeit. Der Tee sollte allerdings nicht täglich getrunken werden, da die enthaltenen Wirkstoffe auf Dauer die Leber schädigen können. Der Hautpwirkstoff der Pfefferminze ist Menthol, das wegen des Frischegefühls auch gerne für Zahnpasta oder Kaugummis verwendet wird.

 

Das ätherische Öl der Pfefferminze ist sozusagen die konzentrierte Form der Pflanze. Die oben angeführten Wirkweisen der Pfefferminze gelten auch beim ätherischen Öl. Die Wirkstärke ist aber viel höher als beim Tee. Zusätzlich ist das Öl stark schmerzstillend und betäubend, konzentrationsfördernd und Blutdruck steigernd. Studien bescheinigen dem ätherischen Öl in einer 10% Lösung die gleiche schmerzstillende Wirkung wie 10 mg Paracetamol. Durch diese Studienergebnisse ist sehr gut sichtbar, dass die Pfefferminze eine nicht zu unterschätzende Heilpflanze ist.

Die Spitze einer Pfefferminzpflanze mit frischem Austrieb

Eine weitere Anwendungsform der Pfefferminze ist das Hydrolat oder auch Pflanzenwasser genannt. Früher als Abfallprodukt gering geschätzt, erfahren Hydrolate wieder zunehmend Beachtung, weil sie eine sanfte Form der Aromatherapie sind, aber trotzdem sehr effektiv wirken können.

 

Das Pfefferminzhydrolat hat meiner Meinung nach seine Stärke in der kühlenden Wirkung. Es kann im Hochsommer wunderbar als Körperspray benutzt werden, der bei hohen Temperaturen die ersehnte Kühlung bringt. Einfach aufsprühen und den Erfrischungseffekt genießen! Auch bei schweren Beinen kann es helfen und Schwellungen abklingen lassen. Sollte einmal eine Gelse oder ein anderes Insekt zugeschlagen haben, dann mindert das Pfefferminzhydrolat den Juckreiz. Auch innerlich kann es angewendet werden, indem ein bis zwei Esslöffel Hydrolat mit einem viertel Liter Wasser gemischt werden. So eingenommen wirkt es verdauungsfördernd und hilft bei Blähungen und Völlegefühl.

 

Ich selbst verwende die Pfefferminze zur Abkühlung im Hochsommer als Körperspray (ein alkoholfreies Hydrolat direkt auf die Haut aufgesprüht). Bei akuten Kopfschmerzen hat mir das ätherische Pfefferminzöl auch schon sehr gute Dienste geleistet. In meiner Hausapotheke findet sich ein selbst gemischtes Kopf-frei-Öl, damit ich es im Bedarfsfall gleich zur Hand habe.

 

Mein Rezept für das Kopf-frei-Öl:

Ich mische in einen 10 ml-Roll-on 3 ml 96%igen Weingeist, tropfe 10 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl ein und lasse diese Mischung für 5 Minuten ruhen, damit sich das Öl und der Weingeist verbinden. Dann gebe ich 7 ml Hydrolat dazu (ich verwende gerne das Lavendelhydrolat, aber das Pfefferminzhydrolat bietet sich natürlich auch als Grundlage an). Nach dem Verschließen schüttel ich das Roll-on gut durch und trage die Mischung bei Bedarf auf Schläfen und Nacken auf. Leichte bis mittlere Kopfschmerzen haben sich dann meist nach 30-60 Minuten erledigt.

Pfefferminzprodukte in der balancerie

 

Ätherisches Pfefferminzöl bio von feeling in 10ml zur Raumbeduftung und als Kosmetikum zur Hautpflege

Pfefferminzhydrolat bio von feeling in 100ml zur Anwendung als Hautpflege, Aromatisierung von Getränken und Speisen sowie Erfrischungsspray

Ein Fläschchen Pfefferminzöl vor grünem Hintergrund
Eine Flasche Hydrolat und ein Zweig Pfefferminze vor schwarzem Hintergrund


Epileptiker, Schwangere, Babys und Kleindkinder bis 4 Jahre:

Keine Anwendung des ätherischen Öls! Das Hydrolat ist äußerlich bei geringer Dosierung anwendbar, bei Babys und Kleinkindern bis 4 Jahre jedoch nicht im Gesichtsbereich (Erstickungsgefahr wegen Glottiskrampf). Von einer innerlichen Einnahme ist abzuraten.

 

Fotos: Simon Eugster (CC license), Serena Laker

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